Chronok

1399
Erstmals urkundlich erwähnt, erhält Breitenbach (Thüringen) - wie es damals hieß, 1551 das Marktrecht verliehen und wird 1621 Stadtflecken.
1826
Es gilt die "Allgemeine Feuerordnung für die Ortschaften der Ämter Arnstadt und Gehren und in den Gerichtsorten in der Fürstlich-Schwarzburg-Sondershausener Oberherrschaft.
1830
Listen im Stadtarchiv über die Aufstellung von Spritzenmannschaften mit jährlicher Fortschreibung.
1846
Erster Entwurf eines Ortstatuts zur Bildung einer Feuerwehr. Dieser wird vom Bezirksamt nicht genehmigt.
1855
Erhält Breitenbach die Stadtrechte verliehen.
1868
Vom 9. Zum 10 September wütet "Der Große Stadtbrand". 99 Wohnhäuser und 144 Nebengebäude mitsamt der Ernte werden ein Raub der Flammen. 800 Einwohner sind obdachlos.

Der große Stadtbrand 1886

1869
Mittels Handschlag werden sämtliche, zur Feuerwehr bestimmten männlichen Einwohner am 18. September auf dem Rathaus dienstverpflichtet. Die " Pflichtfeuerwehr Großbreitenbach" war geboren
1878
Cäsar Cramer wird 1. Bezirksbrandmeister. Es liegt die lückenlose Liste aller Orts- und Bezirksbrandmeister bis auf den heutigen Tag vor.
1884
Kauf einer neuen Feuerspritze für 1450 Mark. Errichtung eines Steigerhauses in der Turngasse.
1898
Bau der Hochdruckwasserleitung mit Hydrantennetz für 75.222 Mark.
1901
Kauf eines Magirus - Rettungsschlauches mit 12m Länge für 104 Mark.
1908
Kauf einer mechanischen Schiebeleiter für 700 Mark.
1928
Vom Kreis erhalten wir die 1. Motorspritze mit Pferdebespannung.... ein Monstrum von 70 Zentner.
1935
kauft die Stadt einen Tragkraftspritzenanhänger "Dittmann" und als Zugwagen einen 8-Zyl. Mercedes-Sport mit Kompressorladung.
1937
Auflösung des Vereins durch Verbot. Nach Vereidigung auf den "Führer" müssen wir uns "Feuerlöschpolizei" nennen und unterliegen der Militärgerichtsbarkeit. Wir sind jedoch weiter eine Freiwillige Feuerwehr. Max Möhring wird Wehrführer.
1938
Fertigstellung und Weihe des neuen Feuerwehrgerätehauses mit Schlauchstation für mehrere Orte am 19. Juni.
vor dem neuen Gerätehaus 1938
1939
Der II. Weltkrieg bricht aus Viele unserer Kameraden werden zur Wehrmacht eingezogen.
1941
Kauf eines neuen, leichten Löschgruppenfahrzeuges LLG (LF 8) Mercedes Benz für 11.323 Mark.
1943
Oktober bis April 1945 Einsatzfahrten nach Bombenabwürfen bis nach Erfurt, Weimar und Jena.
1945
Kriegsende - 2O Kameraden sind gefallen. Eine Reihe von Kameraden kann oder will den Dienst nicht wieder aufnehmen. Es erfolgte der Neuaufbau der Wehr.
1968
Bau eines Schulungs- und Versammlungsraumes auf dem Garagenanbau.
1970
Unsere Feuerwehr wird Stützpunktfeuerwehr für den Bereich südlich des Langen Berges.
1971
Zuführung eines generalüberholten TLF 16-S4000, Baujahr 1962 aus Sonneberg.
1972
Unser LF 15 wird nach Motorschaden am 21.02. abgemeldet und zerlegt. Über den Bezirk Suhl erhalten wir ein generalüberholtes LF 16-S4000 (Baujahr 1962) aus Neuhaus.
1979
Unser LF 8 Mercedes wird am 4.11. nach Motorschaden verschrottet.
1984
Zuführung eines neuen TLF 16-W50. Abzug des alten TLF 16-S4000.
1989
Wende Neuorientierung der Wehr.
1991
Gründung der "Jugendfeuerwehr Großbreitenbach" mit 16 Kindern und Jugendlichen. Die Stadt Herborn in Hessen schenkt uns zwei abgerüstete LF Ford/Transit Baujahr 1968. Der eine wird als (H)RW aufgerüstet, der andere wird als ELW/MTW genutzt.
1992
Beginn der Neuausrüstung der Wehr mit DIN- und UVV gerechter Einsatzbekleidung und Geräten. Die Firma "Neue Glaswerke Großbreitenbach GmbH" stellt der Wehr neue Funktechnik im Gesamtwert von 38 TDM zur Verfügung. Über den Bund erhalten wir ein LF 16-TS Mercedes-Benz für den erweiterten Katastrophenschutz.
1993
Ablösung der Sirenenalarmierung durch Funkmeldeempfänger. Festwoche "125 Jahre Feuerwehr und Großer Stadtbrand in Großbreitenbach".
1995
Mit der Gebietsreform wird unsere FF als eine von vier Stützpunktfeuerwehren des Ilm-Kreises bestätigt. Im Dezember kauft die Stadt ein neues Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 16/25 IVECO - MAGIRUS.
1996
Unser ältester Feuerwehrmann, Max Möhring, Wehrführer von 1937-45, feiert seinen 90. Geburtstag. Verkauf unseres TLF 16-W50 für 8000 DM aus Platzmangel. Neuanschaffung eines Rüstwagen RW 1 und eines ELW (VW Synchro).
1997
Baubeginn für unser neues Gerätehaus im Rahmen des 7. Feuerwehrfestes.
1998
Unser neues Gerätehaus nimmt am 21. Dezember in vollem Umfang seinen Betrieb auf. Unsere Wehr blickt auf ihr 130jähriges Bestehen zurück.
1999
Im Januar wurde bei uns ein GW-Dekontamination des Gefahrgutzuges Ilm-Kreiss stationiert. Am 8. Mai erfolgte die feierliche Einweihung unseres neuen Feuerwehrhauses. Indienststellung des Gefahrgutzuges "Ilm-Kreis", als erster im Freistaat Thüringen.
2000
Durch verschiedene Zufälle wurde bekannt gemacht, dass es unser Gerätehaus zwei mal in Deutschland gibt. Nach Besuch und Gegenbesuch der betroffenen Feuerwehren stellte sich raus, dass bis auf kleine Details, z. T. von uns selbst initiiert, sich die Häuser bis aufs Müh gleichen, um nicht zu sagen identisch sind.
Unsere Jugendfeuerwehr begeht ihr 10. Bestehen.
2002
Die bröckelnde Fassade unseres Gerätehauses wird ein Fall fürs Gericht.
2003
Eine Einsatztruppe hilft beim Jahrhunderthochwasser in Leubingen am Deich der Dosse, einem Nebenfluss der Unstrut. Aufbau einer Höhenrettungstruppe durch Dietrich Möhring. In der Lokalpresse macht die "Zweitausfertigung" unseres Feuerwehrhauses als das "Doppelte Lottchen" Schlagzeilen.
 
 

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